Neustadter Herbst

Festival Alte Musik an der Weinstraße

Im Zeitraum 1. bis 14. September 2019 wird die Veranstaltungsreihe „Neustadter Herbst – Festival Alte Musik an der Weinstraße“ in Neustadt an der Weinstraße stattfinden. Dieses Festival wird die Stiftskirche in beiden Teilen und Veranstaltungsstätten rund herum bespielen und „Alte Musik“ auf hohem künstlerischem Niveau erlebbar machen.

Das Festival wird Programme aus den Epochen Gotik und Reformation, Renaissance, Barock, Klassik und Romantik gegenüber stellen und macht so diese Epochen, die sich auch in der Architektur der Stadt Neustadt an der Weinstraße, der einzigen größeren Stadt in der Vorderpfalz mit noch intaktem mittelalterlichen Stadtkern wiederfinden, sicht- und hörbar.

Insbesondere die Stiftskirche ist lebendes Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung (und wurde als solches auch bereits ausgezeichnet) und zahlreiche Episoden stehen in engem Zusammenhang mit der Stadtgeschichte – Arnolt Schlick prüft 1516 die neue Orgel der Stiftskirche, 1578-84 schreibt Zacharias Ursinus im Casimirianum am Heidelberger Katechismus, zwischen 1618-1648 wechselt die Konfession sechsmal, beredtes Zeugnis davon sind die Trennmauer in der Stiftskirche von 1714 und das ehemalige Jesuitenkolleg (jetzt Rathaus). 1832 wird Neustadt mit dem Hambacher Fest zum Mittelpunkt der deutschen Demokratie.

Ein weiteres wichtiges Element wird das alte Kulturgut Wein spielen, mit dem die Einbindung in die allgemeine Werbestrategie der Stadt Neustadt an der Weinstraße als Weinerlebnisstadt stattfindet. Wichtigster Partner hierbei ist die "Tourist, Kongress und Saalbau GmbH", die das Festival nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch für Gäste als kompetenter Ansprechpartner zur Stadt, zum Wein und zu Ichrem Aufenthalt in der Stadt zur Verfügung steht.

Aber warum ein Festival für Alte Musik in Neustadt?

Neben der neuen Chororgel der Stiftskirche, erbaut von der Werkstatt Bernhardt H. Edskes (Wohlen, AG, Schweiz) 2015/16 und seit März 2016 in Dienst gestellt, steht seit Frühjahr 2017 auch ein von der Greve-Stiftung in Neustadt angeschafftes Cembalo nach Vorbildern von Dulcken des berühmten Pioniers historischen Cembalobaus Martin Skowroneck aus Bremen zur Verfügung. Somit existieren in Neustadt zwei seltene und herausragende Tasteninstrumente für die Musik aus Renaissance und Barock.

Als Fortsetzung und Ergänzung zum bereits 2016 erfolgreich verlaufenen „Neustadter Orgelsommer“ soll deshalb nun ein Programm von Kammermusik über Oratorium bis Orchesterkonzert an 10 Tagen die Bandbreite Alter Musik darstellen und anschließend im zweijährigen Turnus (im Wechsel mit dem Neustadter Orgelsommer) stattfinden.

Hinzu kommt, dass in Neustadt an der Weinstraße eine Vielzahl namhafte Musiker ansässig sind, die sich in der internationalen Szene bereits einen Namen gemacht haben und die mit diesem Festival eine Musikalische Heimat in der Stadt, in der sie leben finden.