Künstler

Koos van de Linde

Koos van de Linde wurde 1954 in Rotterdam geboren. Nach dem Physik-Studium wandte er sich endgültig der Musik zu und studierte Orgel am Utrechter Konservatorium und Musikwissenschaft an der Reichsuniversität Utrecht. Anschießend erlernte er den Orgelbau in verschiedenen Werkstätten und besuchte Meisterkurse bei Ton Koopman.
Von 1977 bis 1990 war er Organist an der St. Peterskirche (Wallonische Kirche) in Utrecht. 1982-1996 war er Dozent Orgelbau an den Musikhochschulen in Löwen (B) und Antwerpen, wo er 1997-1998 ebenfalls Gastprofessor für Geschichte und Aufführungspraxis der Orgelliteratur war. Heute ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Arp Schnitger-Instituts für Orgel und Orgelbau der Hochschule für Künste in Bremen und selbständiger Orgelsachverständiger und -forscher.
Als Musiker ist er hauptsächlich auf dem Gebiet der alten Musik tätig. Er konzertierte in mehreren europäischen Ländern. Als Organist und Cembalist war er Mitglied verschiedener Ensembles für Alte Musik.
Als Orgelexperte gilt sein größtes Interesse den Instrumenten aus Epochen, in denen große Erneuerungen im Bereich des Orgelbaues stattgefunden haben, vor allem den Orgeln aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert und den Instrumenten von Aristide Cavaillé-Coll. Er war beteiligt an der Restaurierung und Rekonstruktion wichtiger historischer Orgeln in den Niederlanden, Belgien, Spanien und Deutschland, darunter die älteste spielbare Orgel Deutschlands in Ostönnen und die Slegel/Scherer-Orgel in Lemgo.