Künstler

Gambenconsort Les Escapades

Miriam Feuersinger
Die aus Österreich stammende Echo-Klassik-Preisträgerin Miriam Feuersinger (Sopran) entdeckte bereits als Kind ihre Liebe zum Gesang. So setzte sie nach umfassender musikalischer Bildung an der Musikschule ihrer Heimatstadt Bregenz ihre professionelle Gesangausbildung am Landeskonservatorium Feldkirch/A fort und wechselte anschließend an die Musikhochschule Basel in die Klasse von Prof. Kurt Widmer, wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Ihre große Liebe gilt musikalisch und inhaltlich dem Kantaten- und Passionswerk von J.S. Bach und seinen Zeitgenossen, worauf auch eine rege internationale Konzerttätigkeit schließen lässt. So ist sie regelmäßig bei Bachreihen wie der „Bachstiftung Trogen“ (CH) und „All of Bach“ (NL) zu Gast, weiters bei Festivals wie dem „Bachfest Köthen“, „Tage alter Musik Regensburg“, „Barocktage Stift Melk“, „Musica Sacra St. Pölten“ u. a. Seit 2014 initiiert sie zusammen mit dem Cellisten Thomas Platzgummer die Reihe „Bachkantaten in Vorarlberg“ (www.bachkantaten.at). Weitere schöne Schwerpunkte ihres musikalischen Schaffens liegen in dem breiten Spektrum der geistlichen Musik vom Barock bis hin zur Spätromantik sowie im Liedbereich. Die Sopranistin musiziert mit renommierten Musikern wie Rudolf Lutz, Hans-Christoph Rademann, Václav Luks, Ton Koopman, Sigiswald Kuijken und Daniel Reuss, sowie mit Formationen wie dem Freiburger Barockorchester, Collegium 1704, Kammerorchester Basel, La Cetra, Les Cornets Noirs, Capricornus Consort Basel und L’Arpa Festante, um nur einige zu nennen. 2014 erhielt sie für Ihre Debut-Solo-CD mit Sopran-Kantaten von Christoph Graupner den „Preis der deutschen Schallplattenkritik 2/2014“ sowie den „ECHO Klassik 2014“. 2017 wurde sie mit dem „Ö1 Pasticcio Preis“ ausgezeichnet. Mehr Informationen zu aktuellen Konzerten und Aufnahmen finden sich auf ihrer Homepage www.Miriam-Feuersinger.info.

Gambenconsort Les Escapades
Inspiriert von der außergewöhnlichen Klangwelt der Viola da Gamba gründeten die Musikerinnen Barbara Pfeifer, Sabine Kreutzberger, Adina Scheyhing und Franziska Finckh im Jahr 2000 das Gambenconsort Les Escapades. Musikalische „Seitensprünge“ als Programm – dieser Idee folgend gestaltet das deutsche Gambenconsort Les Escapades ungewöhnliche Konzerte und schafft Raum für neue Hörerlebnisse. Les Escapades konzertieren als Gambenquartett sowie mit anderen Instrumentalisten, Tänzern, Schauspielern und Sängern, wie zum Beispiel mit der österreichischen Sopranistin und Echo-Klassik Preisträgerin 2014 Miriam Feuersinger. Konzerte im europäischen Raum, unter anderem beim Festival für Alte Musik in Daroca/ Spanien sowie zahlreiche CD-Einspielungen machten das Ensemble bekannt.

Cosimo Stawiarski
Geboren 1974 in Italien, studierte Barockvioline bei Chiara Banchini an der Schola Cantorum Basiliensis und bei Lucy van Dael am Conservatorium van Amsterdam sowie Musikwissenschaft an der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel. Seinen Arbeitsschwerpunkt bildet die Erforschung und Aufführung Nord- und Mitteldeutscher Musik des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts. Cosimo Stawiarski ist festes Mitglied des Ensembles Les Cornets Noirs und wirkt regelmäßig solistisch in verschiedenen anderen Alte-Musik-Formationen mit, wie z. B. Akadêmia, Cantus Coelln, Balthasar-Neumann- Ensemble, Orlando di Lasso Consort, Holland Baroque, Collegium 1704. Er arbeitete mit namhaften Dirigenten zusammen, wie Jordi Savall, Ton Koopman, Pablo Heras-Casado, Anthony Rooley, Hermann Max, Frieder Bernius und vielen anderen, dokumentiert auf zahlreichen CDs (Labels: Deutsche Harmonia Mundi, Audite, Raumklang, ZigZag, K617, ORF Alte Musik). Seine Konzerttätigkeit führte ihn in nahezu alle europäischen Länder, in die USA, die meisten Länder Südamerikas sowie einige Länder Asiens. Von 2013 bis 2015 unterrichtete Cosimo Stawiarski Barockvioline und Musikgeschichte an der Universidad Central in Bogotá (Kolumbien).

Christoph Riedo
Aus Freiburg/Schweiz gebürtig, studierte Christoph Riedo in Basel, Genf und Mailand Barockvioline und erhielt besondere Impulse von folgenden Lehrern: David Plantier, Odile Edouard, Enrico Gatti und Stefano Montanari. Seit seinem Diplom an der Civica Scuola di Milano ist er als Barockgeiger und -bratscher in zahlreichen Formationen der Alten Musik aktiv, wozu besonders A Corte Musical, Capriccio Basel, dolce risonanza, Ensemble Arcimboldo, Ensemble Elyma, Die Freitagsakademie Bern, J. S. Bach-Stiftung und La Cetra Barockorchester Basel (Ltg. Andrea Marcon) gehören. Aus der Tätigkeit mit diesen Ensembles sind etliche CD- und DVD-Aufnahmen entstanden. Zusätzlich zu seiner geigerischen Ausbildung studierte Christoph Riedo auch Musikwissenschaft und Geschichte und promovierte 2012 mit einer Arbeit über die Kirchenmusik Mailands im 18. Jahrhundert. Es ist ihm ein großes Anliegen, musikwissenschaftliche Forschung und Musikpraxis zu verbinden.

Simon Linné
Verbrachte seine Kindheit in einem musikalischen Elternhaus auf dem Land in der Nähe von Stockholm (Schweden), wo er sowohl vom Heavy Metal als auch von klassischer Musik beeinflusst wurde. Die Natur ist für ihn bis heute eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration, Kreativität und Ehrfurcht. Die Gitarre war zwar sein erstes Instrument, doch eine Schallplatte weckte seine Faszination für Lautenmusik. Ein Keim, der auch später den Wechsel zu diesem Instrument herbeiführte. Als Lautenist interessiert er sich besonders für unbekanntes Repertoire seines Instruments. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist er ein gefragter Continuospieler und erscheint auf zahlreichen Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Zehn Jahre unterrichtete er Laute und Generalbass an der Hochschule für Künste Bremen. Auch hat er schon immer viel Freude an Sport, Mathematik und handwerklichen Arbeiten gehabt. Ein Höhepunkt während der Kindheit war das selbstentworfene Lego-Chassis mit Allrad-Antrieb. Außer gelegentlich Haaren spaltet er auch gerne Holz, schaufelt Schnee u.A.. Seiner Größe angemessen freut er sich oft und gerne an Essen aller Art.

Evelyn Laib
Lernte das Cembalo- und Generalbassspiel bei Alfred Gross, Jon Laukvik, Ketil Haugsand, Lars Ulrik Mortensen sowie bei Jesper Christensen und Andrea Marcon. Sie ist Preisträgerin internationaler Kammermusik- Wettbewerbe (York, Den Haag, Neuburg a.d. Donau) und wirkt neben europaweiten Konzerteinladungen gerne auch bei Opernproduktionen mit, z.B. bei den Händel-Festspielen Göttingen, den Festwochen Alter Musik Innsbruck oder dem Nationaltheater Mannheim. Zahlreiche Live-Mitschnitte und CD-Aufnahmen dokumentieren ihre Arbeit. Sie ist Dozentin an den Staatlichen Hochschulen für Musik in Frankfurt am Main, Stuttgart und Trossingen.